Über das Google mobile-friendly update vom 24. April 2015

1. July 2015, Lukas Schnieper [Business, Qualitätssicherung]

Es wurde viel im Vorfeld und auch danach darüber berichtet. Google änderte am 24. April 2015 seine Bewertungskriterien zugunsten von Webseiten, die für Smartphones optimiert sind. Doch was bedeutet das genau und wie muss man darauf reagieren? Viele verschiedene Thesen wurden aufgestellt. Jetzt ist etwas Zeit vergangen. Der richtige Moment für eine Analyse.

Was wird beeinflusst?

Zuerst befassen wir uns nochmals mit dem Update selbst. Was hat sich dadurch überhaupt verändert. Google selbst hat dazu einen Blog-Eintrag veröffentlicht. Darin steht:

  • Die Suchergebnisse auf dem Desktop oder Tablet werden nicht beeinflusst. Betroffen ist nur die Suche auf Smartphones.

Nun ist es natürlich so, dass trotzdem eine indirekt Beeinflussung stattfinden kann. Wird die Seite auf Mobile plötzlich viel öfters angezeigt, erhält sie vermutlich auch mehr Klicks was wiederum einen positiven Einfluss auf die Seite als gesamtes, also auch auf die Desktopvariante, haben kann.

Was hat sich tatsächlich verändert?

In den vergangenen Jahren haben wir einige Webseiten erstellt. Seit über einem Jahr sind von uns programmierte Webseiten immer automatisch responsive. Ältere Webseiten hingegen waren das nur Teilweise. Dank dieser Ausgangslage können wir analysieren, was sich bei den jeweiligen Seiten verändert hat. Es folgen einige Screenshots der Impressionsrate nur für Smartphones von verschiedenen Webseiten aus den Google Webmastertools:

Wer erkennt die Unterschiede? Die Auflösung gemäss dem Google PageSpeed Test-Tool ist wie folgt:

  1. 66/100 Punkten: Nicht mobile-friendly
  2. 56/100 Punkten: Nicht mobile-friendly
  3. 98/100 Punkten: mobile-friendly
  4. 67/100 Punkten: Nicht mobile-friendly
  5. 98/100 Punkten: mobile-friendly

Tatsächlich hat nur eine Webseiten einen erkennbaren Unterschied nach dem Update gegenüber vorher. Die letzte hat einen messbaren Zuwachs erhalten. Die Impressionen der anderen hat das Update höchstens marginal beeinflusst.

Das führt uns zum Schluss: Eine bestehende Seite muss man nicht unbedingt mobile-friendly machen. Es gibt keinen Grund diesbezüglich in Panik zu verfallen. Man sollte nachschauen, wieviele mobile-user die Seite derzeit hat. Ist ein statistisch relevanter Anteil mit Smartphones unterwegs, kann man die Notwendigkeit überdenken.

Ergibt sich aus anderen Gründen ein Redesign, dann sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass die neue Seite Smartphonetauglich sein wird. Wer eine neue Seite bekommt, die nicht mobile-friendly ist, lässt sich gerade über den Tisch ziehen.

Warum überhaupt eine neue Webseite?

Warum aber sollte man ein Redesign machen? Nebst dem offensichtlichen Design, gibt es auch technische Änderungen. Eine Neuprogrammierung kann, richtig ausgeführt, die Besucherzahlen auf der Webseite stark beeinflussen. Und dies einfach nur weil Sie nun besser von der Suchmaschine indexiert werden kann und gewisse Begriffe stärker gewichtet und gefunden werden.

Nachfolgend ein Beispiel einer Webseite, die per Anfang Juni online ging. Schon nach kurzer Zeit ist ein massiver Unterschied um den Faktor 10 zu erkennen. Eine neue Webseite kann sich also durchaus lohnen! Gerne analysieren wir Ihre aktuelle Webseite und prüfen das potential. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf!

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